PATIENTENINFOS ZUM CORONAVIRUS

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WAS IST DAS CORONAVIRUS ?

Seit Dezember 2019 sind in China Fälle von Atemwegs­erkrankungen durch ein neuartiges Coronavirus (SARS­CoV­2) aufgetreten. Die Erkrankung (Covid­19) hat sich auch in Deutschland ausgebreitet. Bisher gibt es weder eine spezielle Therapie noch eine Impfung gegen das neuartige Coronavirus.

 

WIE VERBREITET SICH DAS VIRUS ?

Die Infektion erfolgt durch Tröpfchenübertragung, die sich besonders über die Nähe zwischen Personen verbreitet, etwa durch Sprechen, Anhusten, Anniesen oder Körperkontakt. Deswegen ist es so wichtig, zueinander mindestens einen Abstand von 2m zu bewahren, Menschenansammlungen (auch kleine Gruppen!) zu meiden und sich an die Hygieneempfeh­lungen zu halten.

SARS­CoV­2 ist ein behülltes Virus, das empfindlich auf Austrocknung reagiert. Daher gehen Virologen derzeit davon aus, dass die Übertragung – etwa über Geldschei­ne, Türklinken o.Ä. – kaum eine Rolle spielt, weil es auf solchen Oberflächen schnell austrocknet und nicht lange überlebt. Dennoch ist regelmäßiges Hände­ waschen wichtig, um die Übertragungschance zu minimieren.

Wichtig: Grippe und Coronavirus können bereits ansteckend sein, bevor Beschwerden auftreten: www.bzga.de

 

BIN ICH AM CORONAVIRUS ERKRANKT ?

Eine Erkrankung sollte abgeklärt werden, wenn Sie akute Atemwegs­ oder Allgemeinbeschwerden haben und Sie bis maximal 14 Tage vor Erkrankungs­beginn in einem Risikogebiet (s.o.) waren, Sie akute Atemwegs­ oder Allgemeinbeschwerden haben und Sie bis maximal 14 Tage vor Erkrankungs­beginn Kontakt zu einem bestätigten Infizierten hatten.

Wenden Sie sich in diesem Fall telefonisch an Ihren Hausarzt oder wenn Sie diesen nicht erreichen an den kassenärztlichen Notdienst Tel. 116 117.


Wichtig: Lassen es Ihre Beschwerden zu, bleiben Sie zuhause, bis das weitere Vorgehen besprochen wurde.

Desinfizieren oder waschen Sie sich die Hände (30 Sekunden!) vor Betreten und bei Verlassen einer Praxis, Klinik und, wenn möglich, auch anderen öffentlichen Räumen sowie halten Sie etwa 2m Abstand zu anderen Personen. Bei Verdacht meiden Sie auch privaten Kontakt zu anderen Personen (s.u.). 

 

WIE ÄUSSERT SICH DIE ERKRANKUNG ?

Nach rund 2 - ­14 Tagen (meist 5­ - 6 Tagen) können Beschwerden auftreten, die an eine Grippe oder eine Erkältung erinnern ­ davon unterscheiden kann man Covid­-19 nur mit einem Test.

Es treten vor allem  

Husten, Fieber und Halsschmerzen auf.

Aber auch Atemnot, Kopf­, Glieder­- oder Rückenschmerzen, Durchfall sowie Bindehautentzün­dung sind möglich. Einige Betroffene in Nordrhein­ Westfalen berichteten zudem, dass ihr Geschmacks­- und Geruchssinn deutlich eingeschränkt war.

Bei 4 von 5 positiv Getesteten verläuft eine Infektion mit dem neuen Coronavirus (SARS­CoV­2) mild bis moderat und sie werden auch ohne Behandlung wieder selbst gesund. 14 Prozent entwickeln schwere Beschwer­den, aber nur sechs Prozent kritische bis lebensbedroh­liche. Nach 7 ­-10 Tagen kann sich die Erkrankung verschlechtern. Aber nur drei bis fünf Prozent müssen im Verlauf auf eine Intensivstation verlegt werden.

 

WER IST BESONDERS GEFÄHRDET?

Bei wenigen Menschen kann eine Infektion schwer verlaufen. Dies gilt besonders für Personen ab 70 Jahren oder mit einer geschwächten Körperabwehr. Das Risiko steigt zudem mit der Zahl der Grunderkrankungen. Vorsichtig sein sollten vor allem Patienten mit Herz­schwäche, Asthma, COPD, Bluthochdruck, Diabetes oder Krebs, sowie starke Raucher. Rund 0,5­1 Prozent sterben an der Erkrankung, von den über 80­Jährigen ist dieser Anteil deutlich höher.

Hingegen haben Schwangere und Kinder bisher kein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf. Gerade bei Kindern verläuft eine Erkrankung bislang meist sehr mild, weswegen sie unerkannt eine Infektion bei zu engem Kontakt zum Beispiel sehr leicht auf ihre Großeltern übertragen könnten.

 

WARUM SOLLTE ICH IN DER PRAXIS ANRUFEN, WENN ICH ERKRANKE?

In erster Linie sinkt so das Infektionsrisiko insgesamt. Dadurch helfen Sie, Ihre Ärzte und andere Patienten zu schützen. Es ist wichtig, dass Ärzte deren „normale“ Versorgung fortführen können. 
Trotzdem sollen Ihre Sorgen geklärt werden! Allgemei­ne Fragen beantwortet das Bürgertelefon des Gesund­heitsministeriums 030 346 465 100 (Mo -­ Do 8­ - 18 Uhr, Fr 8 ­- 12 Uhr). Auch Behörden der Bundesländer und Krankenkassen haben Hotlines eingerichtet. Da das Anrufaufkommen derzeit sehr hoch ist, bewahren Sie Geduld!

 

UND WENN ICH EINE KRANKSCHREIBUNG BRAUCHE ?

Nehmen Sie telefonisch Kontakt mit uns auf. Wir werden entscheiden, wie weiter zu verfahren ist. Uns steht es frei Ihnen ggf. auch nach einer telefonischen Untersuchung die Arbeitsunfähig­keit zu attestieren.

 

WARUM WIRD NICHT JEDER GETESTET ?

Wenn Sie nicht die für das Coronavirus typischen Beschwerden haben, nicht in einem Risikogebiet waren oder Kontakt mit einem bestätigten Infizierten hatten, ist ein Test aus medizinischen Gründen nicht sinnvoll. Auch einen Selbsttest sollte man nur nach ärztlicher Rücksprache anwenden, da hier die Gefahr besteht, dass die Testergebnisse verfälscht sind, wenn dieser nicht korrekt durchgeführt wird.
Hinzu kommt, dass mit der zunehmenden Verbreitung in der Bevölkerung, die Testkapazitäten besonders für schwer Kranke gesichert sein müssen. In der Regel heilt eine Infektion mit dem Coronavirus von allein ab. Bei vielen wird es also reichen, sich circa 14 Tage zuhause auszukurieren und telefonisch mit uns Rücksprache zu halten.

 

WIE KANN ICH MICH UND ANDERE SCHÜTZEN?

 Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen helfen:
- häufiges Händewaschen mit Wasser und Seife oder

auf Reisen mit einem alkoholischen Gel (in kleinen Flaschen in der Regel im Drogeriemarkt erhältlich); möglichst nicht mit den Händen ins Gesicht fassen

 - „korrektes“ Husten: Husten/Niesen mit einem Taschentuch vor Mund und Nase und entsprechen­ des Entsorgen im verschließbaren Abfalleimer ODER Husten/Niesen in den oberen Teil des Ärmels

- Halten Sie Abstand (etwa 2m) von erkennbar erkrankten Menschen mit Atemwegsbeschwerden.

- Mehrmals täglich 10 Minuten Stoßlüften senkt die Virenzahl in der Luft und beugt dem Austrocknen der Schleimhäute von Nase und Mund vor.

- Überlegen Sie, wie Sie besonders ältere Angehörige schützen können (z.B. Betreuung von Enkeln einschränken, Einkäufe abnehmen oder nicht zu Stoßzeiten einkaufen, Menschengruppen meiden).

 

Telefon: 0221-624819

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